Video der Woche
the gaslight anthem - american slang
oh, ein neues bruce springsteen-video? ach nee, doch nicht. das sind the gaslight anthem, die mit ihrem neuen album "american slang" und der gleichnamigen single gerade ganz schön für furore sorgen. der einfluss, den der boss auf die jungs hatte, ist unüberhörbar und auch das klassisch in schwarzweiß gehaltene video erinnert an so einige seiner clips.
roman fischer - not for everyone
wenn wir es nicht besser wüssten, könnte man meinen, roman fischer hat seinen clip in einer rammstein-kulisse gedreht und sich das outfit von unheilig geliehen. mit den grufties hat der sympathische bayer allerdings sonst herzlich wenig gemeinsam. sonst würde es ihm bestimmt auch nicht so leicht fallen, die junge frau im clip zu einem tanz im feuer zu überreden.
iron maiden - the final frontier
was anfängt wie eine szene aus einem obskuren science-fiction-epos, ist wirklich der neue clip der nwobhm (lies: new wave of british heavy metal) legende iron maiden. wer in seinen bühnen-aufbau mehr investiert als manche kleinfamilie in ihr eigenheim auf der schloßallee, geizt auch bei seinen videoproduktionen nicht. von gitarrenriffs ganz zu schweigen.
swedish house mafia ft. pharrell - one (your name)
die swedish house mafia lässt sich im clip zu "one (your name)" bei der arbeit auf die finger schauen. wenn man genau aufpasst, kann man sich so das patentrezept für einen ibiza-summer-hit abschauen. als besondere zutat gibt es noch ein feature von hans dampf in allen gassen alias pharrell williams.
the hoosiers - choices
bevor "choices" musikalisch wirklich los geht, vergehen locker anderthalb minuten. langweilig wird's trotzdem nicht. immerhin zitieren the hoosiers im clip zu "choices" bill murrays masterpiece "lost in translation". "choices" ist also nicht nur was für den musikliebhaber, sondern vor allem ein netter clip für cineasten geworden.
rpa and the united nations of sound - born again
für rpa and the united nations of sound würden sich wahrscheinlich nur halb so viele menschen interessieren, wenn nicht auf jedem werbeplakat größer als der bandname prangern würde: "featuring richard ashcroft". hier also nun das erste wiedersehen mit dem ehemaligen the verve-frontmann.
Tipp der Redaktion
gisbert zu knyphausen - hurra, hurra! so nicht.
gisber zu knyphausen ist ja so etwas wie der neue reinhard mey, und reinhard mey ist für eure eltern. wie allerdings schon mey, gelingt es knyphausen die gefühle einer ganzen generation in seinen songs zu verarbeiten. im clip zu "hurra, hurra! so nicht" steht die metapher der zerstörten sandkastenliebe stellvertretend für alle verlusterlebnisse, mit denen wir im laufe des lebens fertig werden müssen. super, gisbert, immer schön rein in die wunde.