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Absinth

von

Marsimoto

Veröffentlicht 2012, Dauer 4:14

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Es war ein Mal.. Vor einiger Zeit begab es sich so, dass ein Außerirdischer in Berlin landete – von der Öffentlichkeit unbemerkt. Die staunte dann nicht schlecht, als sie zum ersten Mal Zeuge davon wurde wie ein Wesen von Menschengestalt, aber ganz in grün, auf einer kleinen Bühne stand und anfing zu Rappen. Das waren zum Anfang nur ganz wenige, die Auserwählten gewissermaßen, die Zeuge davon werden durften. In Fachkreisen bezeichnet man sie als Hip Hop-Gemeinde. 2006 war das. Da veröffentlichte dieser Außerirdische, Marsimoto nannte er sich, sein erstes Album, ein erstaunliches Werk mit Namen „Halloziehnation“. Legte man diese CD das erste Mal in sein Laufwerk, war man in der Regel zunächst verstört. Was ist das? Wer rappt da? Und warum klingt der so komisch? Hat das was mit dem Gras zu tun, von dem er die ganze Zeit faselt? Wie sieht der überhaupt aus? Ganz spitzfindige Typen fanden dann heraus: Der Typ, der klingt ja wie Quasimoto, seines Zeichens das bekiffte Alter Ego des mysteriösen Hip Hop-Genies Madlib. Da war also dieser offensichtlich nicht menschliche Rapper, der sich aber erstaunlich gut mit vergleichsweise unbekanntem amerikanischen Hip Hop auskannte. Weird. Als man diesen Marsimoto dann das erste Mal in Videos ansehen konnte und dieser sich dabei hinter einer giftgrünen Maske versteckte, war man auch nicht viel schlauer. Der grüne Marten Etwas klarer sah man dann erst, als bekannt wurde: Die Geschichte vom Außerirdischen in Green Berlin – die war nichts als erstunken und erlogen! Denn: Marsimoto ist eigentlich ein Mensch. Ein gewisser Marten Laciny war der Kopf hinter der Marsi-Maske. Genau. Das ist der Typ, der zunächst beinahe Fußballprofi geworden wäre, dann Model wurde und schließlich... Ihr kennt die Geschichte. Marteria, bekannt aus Funk, Fernsehen und dem Video mit den „Lila Wolken“, war also Marsimoto und Marsimoto war Marteria. Was für ein Clou. Eine Rap-Persona, um große Hip Hop-Songs zu dichten und eine, um mal so richtig frei Schnauze erzählen zu dürfen, was einen bewegt. Bei Marsimoto sind das, also neben dem Grünen, so wichtige Dinge wie springende Punkte, Spalding-Bälle und ein trauriges Paar Ski. Diese verpackt das grüne Alien mit der quackigen Stimme seit ein paar Jahren in Videos wie „Ich Tarzan, du Jane“ und auf Alben wie „Grüner Samt“ so charmant und humorvoll, dass man gar nicht anders kann, als grenzenlose Empathie für all diese vernachlässigten Außenseiter zu verspüren. Wenn Wu-Tang „for the Children“ ist, dann ist Marsimoto „for the Außenseiters“.

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