Leonard Cohen

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Hallelujah, Leonard Cohen Leonard Cohen: Hallelujah! Nein, das passt nicht, dieser Song, befindet die Plattenfirma Columbia 1984, lehnt Lied und dazugehöriges Album ab. Der Poet und Songwriter Cohen kann nichts anderes machen, als alles bei einer anderen, einer kleinen Company unterzubringen, wo man weniger engstirnig ist. Und über die Jahre dann nistet sich der Song überall ein, wird von Bob Dylan und John Cale („Velvet Underground“) gecovert, taucht schließlich sogar von Casting-Sternchen gesungen bei DSDS auf, zieht unzählige Videos auf YouTube hinter sich her und wächst und wächst und wächst zum wohl größten Hit Leonard Cohens heran. 2001 erst sorgt ein Monster für den weltweiten Durchbruch: „Shrek“, in dessen ersten Kinoauftritt der Song eine entscheidende Rolle spielt. Ein Dichter wird Sänger Und Leonard Cohen hat auch die jüngeren Generationen begeistert. Dabei verdiente sich der als Leonard Norman Cohen in Montréal geborene Musiker erstes Ansehen als Schriftsteller. Schon zu Unizeiten veröffentlichte er 1956 den Gedichtband „Let Us Compare Mythologies“ und wurde durch den Nachfolger „The Spice-Box Of Earth“ 1961 auch in Künstlerkreisen der USA bekannt, weitere Bücher folgen sowie ausgiebige Reisen durch Europa, bis Leonard Cohen 1967 nach New York zieht, wo er als Folksänger reüssieren möchte, um sich so weitere Reisen sowie weitere schriftstellerische Aktivitäten zu finanzieren. Master of Melancholia Dieser Plan geht nicht auf, denn mehr und mehr entdeckt Leonard Cohen sein Talent als nachdenklicher, melancholischer und zuweilen auch trostloser Songwriter. Cohen wohnt im legendären Rockstar-Hotel Chelsea mitten in New York, schreibt Stücke für sein Debüt „Songs of Leonard Cohen“, die auch heute noch als Trademarks bekannt sind wie „Suzanne“ (noch so ein Cover-Klassiker wie „Hallelujah“, der auf Tausenden von Videos im Netz gecovert wird) oder „So long, Marianne“, hat eine Affäre mit Janis Joplin, die er musikalisch verarbeitet und veröffentlicht bis Mitte der 90er in unregelmäßigen Abständen Alben, die gegen Ende dieser Zeit zunehmend von Synthesizer-Klängen erfüllt sind. Leonard Cohen wird Mönch Dann wird nach „The Future“ 1992 aus Leonard Cohen der Mönch Jikan, der Stille. In einem buddhistischen Kloster sucht der Musiker und Poet innere Erleuchtung und Abstand zum Musikgeschäft. Sein Vermögen schwindet in dieser Zeit auf Grund von Missmanagement und schließlich präsentiert er 2001 überraschend „Ten new Songs“, dem noch 3 weitere Alben mit neuen Stücken folgen sowie mehrere Touren, die dem älteren Herrn auf der Bühne dort oben einiges abverlangen. 2009 bringt Leonard Cohen, der im Jahr zuvor zum Mitglied der „Rock and Roll Hall of Fame“ ernannt wurde, das einen Schwächeanfall auf der Bühne ein. Da kann man nur konstatieren: Hallelujah, dass er sich wieder gut erholt und 2010 wieder gesund eine weitere Welttournee antreten kann, von der ein Mitschnitt auch als Video-DVD erscheint.

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