Clueso

Clueso

Clueso wie der Inspektor Clueso. Wie spricht man das eigentlich aus und was bedeutet dieser Name eigentlich? Ganz einfach, Thüringens Rapper Nummer 1, alias Thomas Hübner, mochte einfach die Figur des genial-vertrottelten Inspektor Clouseau aus den weltberühmten „Rosaroter Panther“-Filmen, gespielt vom britischen Schauspieler Peter Sellers – wobei Clueso zunächst noch ohne „e“ und mit einem „ü“ als Clüso vorliebnahm. Zum Vergleich schaut Euch Clouseau-Videos im Netz an. Die Anfänge im „Kassablanca“ Dementsprechend hieß sein erstes, solo aufgenommenes Vinyl auch noch „Clüsolo“. Der junge Rapper hatte sich bereits einen Namen in der Erfurter Szene gemacht, wo er mit „EFP 96“ und mit der daraus entstandenen Crew der „Wostok MCs“ musizierte, mit deren Mitgliedern DJ Malik und Steer M er heute noch die Bühnen rockt. Erster und wichtigster Ort für Auftritte in der Rapmetropole Erfurt war der Club „Kassablanca“. Wer hier auftrat, der konnte ganz unten an der Basis sein Bühnen-Alter-Ego schulen. Erfurt-Köln-Erfurt Nach abgebrochener Friseurlehre (vgl. den gelernten Friseur Thomas D.) folgte Cluesos Umzug nach Köln zusammen mit seinem Manager, wo das erste Album aufgenommen wurde, das anschließend im Jahre 2001 unter dem Namen „Text und Ton“ auf fourmusic veröffentlicht wurde, dem Label der Fantastischen 4. 2002 ging Clueso zurück nach Thüringen und ließ sich dort im Zughof, einem neu errichteten bzw. von Grund auf renovierten Gebäude des Güterbahnhofs nieder, wo er in den Folgejahren auch seine Platten produzierte und wo sich infolgedessen so etwas wie das Zentrum des Thüringer Raps befindet. Clueso unterwegs mit Bildungsauftrag Musikalisch war „Text und Ton“ eine leichte Abkehr vom reinen Rap, wie er ihn vorher mit seinen Freunden gemacht hatte. Zwar behielt er es auch auf den Folgealben anfangs noch bei, die einzelnen Tracks mit Skits abzutrennen, aber gleichzeitig nahm der Gesang auch nach und nach immer größeren Platz ein. Auf Textebene beschrieb Clueso im Gegensatz zum damals ebenfalls aufkommenden Berliner Gangsterrap um Sido, Bushido und Co. Alltagsprobleme, betrachtete introvertiert sein Leben und überzeugte mit seiner Lyrik so weit, dass er als Botschafter für Deutschland vom Goethe-Institut auf Italientour geschickt wurde, um die deutsche Sprache in Form von Rap dort populärer zu machen. Videos von dieser Tour findet man auf diversen Portalen im Web. Grönemeyer und das Orchester Clueso war im „Mainstream“ angekommen, was sich darin zeigte, dass er einerseits mit seiner Band im Vorprogramm einer Tour von Herbert Grönemeyer auftrat, andererseits auch in ambitionierten Projekten wie Auftritten mit dem Thüringer Orchester „STÜBAphilharmonie!“ oder diversen Teilnahmen bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“. Den besten Überblick über sein Schaffen zeigt wohl die Deluxe-Version der DVD „An und für sich“, wo man neben der CD sowie Konzerten auch einen Einblick in die Entstehung des Longplayers findet, aber auch eine Menge der Videos Cluesos ansehen kann.

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